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Chirotherapie Im alltäglichen Geschehen verrenkt man sich recht häufig Gelenke an den Extremitäten, Wirbelkörpern und Rippen. Man bemerkt es durch schmerzhafte Bewegungseinschränkung im betreffenden Gelenk. An der Wirbelsäule bzw. am Rücken kommt es zusätzlich zu muskulären Verspannungen und Muskelverhärtungen, sog. Myogelosen. Die Gelenke wieder einzurenken, um Schmerzfreiheit zu erzielen, damit beschäftigt sich die Chirotherapie, als Schwerpunkt in unserer Praxis. Akupunktur Diese fernöstliche Form der Behandlung akuter und chronischer Beschwerden hat eine schon 3000 Jahre alte Tradition. Neben der Schulmedizin hat sich die Akupunktur als wirksame Behandlungsform bewährt. Seit dem 01.01.2007 werden die Kosten für die Akupunktur auch von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Dabei sind allerdings nur die beiden Diagnosen "chronische Rückenschmerzen in der Lendenwirbelsäule" (chronisches LWS - Syndrom) und Kniegelenksverschleiß (Gonarthrose) für alle gesetzlich versicherten Patienten erstattungsfähig. Die Privaten Krankenkassen übernehmen die Akupunkturkosten für alle Bereiche des Bewegungs- und Skelettapparates. Gelenkknorpelschutz Knorpelschäden sind im heutigen sportlichen Verhalten keine Seltenheit. Gerade aber im Kniegelenk bedeutet ein Meniskus- / Knorpelschaden die Entwicklung hin zur Arthrose in den betroffenen Kniegelenksanteilen. Die Hyaluronsäure, sog. "Aufbauspritze", schützt diesen Knorpel und hilft, diesen widerstandsfähiger zu machen. Wir empfehlen u.a. nach Kniegelenksspiegelungen, den Arthroskopien, die fünfmalige Injektion von Hyaluronsäure. Medikamente, die Einfluss auf den Knorpelaufbau und Knorpelschutz haben (sog. Chondroprotektiva) werden jedoch nicht im Rahmen der Krankenkassenbeiträge erstattet. Physikalische Therapiemassnahmen Ultraschall TENS bei Schwellungen und Entzündungen und Schmerzzuständen an den Gelenken, am Sehnen- / Bandapparat und an der Muskulatur Magnetfeldtherapie (MFT) Die biologische Wirkung der pulsierenden energiereichen Magnetfelder beruht auf der Verbesserung des Zellstoffwechsels. Diese Biostimulation hilft in sehr vielen Krankheitsbereichen, indem die Abwehrkräfte gesteigert werden und die Selbstheilungskräfte in einem energiereichen Organismus wieder hergestellt werden. Speziell die Tiefenwirkung der Magnetfeldtherapie auf alle Körperbereiche erklärt den breiten therapeutischen Einsatzbereich. Die Magnetfeldtherapie kann eingesetzt werden bei : • Degenerative Erkrankung des Stütz- und Bewegungsapparates • Sportverletzungen • Wund- und Knochenheilung • Osteoporose (bedingte Schmerzzustände) • Migräne, Kopfschmerzen • Neuralgien • Durchblutungsstörungen Unerwünschte Nebenwirkungen sind nicht bekannt. Allerdings darf die Magnetfeldtherapie bei Patienten mit Herzschrittmachern nicht eingesetzt werden, genauso wenig bei akuten Infektzuständen, Schwangerschaft und akuten entzündlichen Erkrankungen sowie Tumoren. Die Ergebnisse der klinischen Experimente haben folgendes ergeben: • Einfluss auf viele enzymatische Systeme im Zwischenzellraum und in der Membrane • Einfluss auf die Beziehung zwischen Antigenen und den Antikörpern • Senkung der Viskosität des Blutes • Steigerung der Elastizität der Zellmembrane • Durchblutungsförderung dadurch • Beschleunigung der Heilprozesse bei Läsionen der Knochen und der Weichteile • Günstige Wirkung auf Strukturen, die stark vom Sauerstoff abhängig sind (z.B. Knorpelgewebe) • Steigerung der Schmerzen bei Beginn der Therapie im Falle arthrotischer Läsionen und ihre Senkung im Laufe der Behandlung (wahrscheinlich ist dies auf die bessere Verwertung des Sauerstoffes im Bereich der Zelle zurückzuführen) ESWT - Extrakorporale Stosswellentherapie - Die Extrakorporale Stosswellentherapie (ESWT) wird seit 1988 neben der Behandlung von nicht heilenden Knochenbrüchen (Pseudarthrosen) eingesetzt. Seit 1992 werden neben Schmerzen an Sehnenansätzen wie Tennisellenbogen, Golferellenbogen und dem schmerzhaften Fersensporn sowie auch viele Schultererkrankungen mit der Stosswellentherapie erfolgreich behandelt. Für die Indikationsgruppe : Tendinosis calcarea – Epicondylitis humeri radialis – Fasciitis plantaris besteht sogar Kostenübernahmeempfehlung der Krankenkasse / Krankenversicherung. Bei der Extrakorporalen Stosswellenlithotripsie (ESWL) handelt es sich um ein Verfahren, welches seit 1980 zur Zertrümmerung von Steinen im Nierenbecken, in Harnleitern, in der Gallenblase und in Gallengängen, in der Bauchspeicheldrüse sowie in den Speicheldrüsen eingesetzt wird. Ziel der Stosswellentherapie ist nicht eine Zerstörung von Verkalkungen, wie sie gelegentlich an der Schulter begleitend zu den Schulterschmerzen auftreten, sondern eine Beeinflussung von Sehnen, Gelenkkapselanteilen, Knochenhaut und Nervenanteilen. Hierdurch kann eine Schmerzlinderung bis -freiheit erreicht werden. Eine Schwangerschaft ist Ausschlusskriterium für eine Stosswellentherapie. Dieses ist eine reine Vorsichtsmassnahme. Eine Beeinträchtigung des Kindes während der Schwangerschaft durch die Stosswellenanwendung ist nicht wahrscheinlich. Weiterhin sind tumoröse, akut entzündliche oder infektiöse Erkrankungen von der Teilnahme an der Stosswellentherapie ausgeschlossen. Radiosynoviorthese (RSO) Behandlung entzündlich schmerzhafter Gelenke durch Injektion eines radioaktiven Stoffes, am Kniegelenk (mit Yttrium - 90), an Hand- Ellenbogen-, Sprung- und Hüftgelenken (mit Rhenium - 186) und an den Finger- und Zehengelenken (mit Erbium - 169). Diese Behandlungsform wird vornehmlich bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises und schweren Arthrosen angewendet.
© 2001 Dr. R. Schneidereit
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